DIE LINKE.SDS ist der einheitliche Verband aller radikal-linken Studierenden, die sich auf Basis eines klar antikapitalistischen Programms und einer antiautoritären Organisation zusammengeschlossen haben. Sie taten dies im Bewusstsein ihrer unterschiedlichen Traditionen und zugleich im Geiste der Einheit, um den Kampf für eine Welt der Freien und Gleichen fortan gemeinsam aufzunehmen.
Als Sozialistinnen und Sozialisten, Kommunistinnen und Kommunisten und andere revolutionäre Linke erkennen wir die doppelte Bedeutung der Studierendenschaft:
Einerseits liegt diese Bedeutung, bedingt durch die zunehmende Proletarisierung der Wissenschaft, in ihrer Zugehörigkeit zur arbeitenden Klasse an sich.
Andererseits spielt sie aber auch ihre Rolle als Ideologie produzierende, konsumierende und reproduzierende werktätige Intelligenz. Daher muss sie in stetem Kontakt zu den anderen Teilen des Proletariats stehen und zugleich die Wissenschaft der kapitalistischen Verwertungs- und Systemlogik entreißen, um eine emanzipatorische Transformation des Proletariats in eine Klasse für sich möglich zu machen.
Dieser Kontakt konnte durch die revolutionären Studierenden 1968 nicht geschaffen werden, woraufhin diese gesellschaftlich isoliert wurden und sich teilweise selbst weiter isolierten.
Unsere Geschichte
In Kenntnis der stolzen, aber auch komplexen, oft widersprüchlichen Geschichte der ArbeiterInnenbewegung bekennen wir uns daher zu den Prinzipien der Demokratie und des Sozialismus, des Marxismus, des Klassenkampfes, des Antimilitarismus, des proletarischen Internationalismus und des Feminismus; kurz zum Erbe der traditionellen und der neuen Linken.
In diesem Sinne wendet sich DIE LINKE.SDS entschieden gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Neofaschismus, Islamophobie und alle anderen Arten der Diskriminierung.
In dieses Erbe inbegriffen ist aber auch unsere entschiedene Ablehnung des Stalinismus als eines unterdrückerischen Systems und einer verbrecherischen Perversion des Sozialismus, die unserer gemeinsamen Sache nachhaltig geschadet hat.
Die Erforschung und Aufarbeitung der Ursachen, Wirkungen und Folgen des Stalinismus ist uns daher ein stetes und wichtiges Anliegen.
Wir wenden uns aber ebenso vehement gegen jegliche Form des Antikommunismus und den ideologischen Missbrauch der Geschichte der ArbeiterInnenbewegung durch die Bourgeoisie und ihren Staat.
Wie wir kämpfen
In Anlehnung an das Wirken des historischen SDS streiten wir innerhalb und außerhalb der Universität an der Seite von Gewerkschaften, linken und antifaschistischen Organisationen, sozialen, ökologischen und globalisierungskritischen Bewegungen und in der Linksjugend [‚solid] als Teil einer neuen außerparlamentarischen Opposition in emanzipatorischer Weise für Veränderungen.
Hierbei legen wir besonderes Augenmerk auf kritische, marxistische Wissenschaften, die wir durch unsere Veranstaltungen und unsere Tätigkeit für die Studierenden zurückgewinnen und weiter ausbauen wollen.
Wir engagieren uns darüber hinaus aber auch bei und in der Partei DIE LINKE, in der wir nach dem Verbot der KPD die erste und bisher einzige relevante linke Partei in der Bundesrepublik sehen, für unsere Ziele und tragen die Forderungen und Bemühungen der außerparlamentarischen Bewegung in sie hinein.
Eine andere Welt ist möglich, wenn sie erkämpft wird!
Dieser Kampf kann jedoch nicht von einzelnen Organisationen, sondern nur von der gesamten Klasse geführt werden.
Daher sind wir stets offen für den Austausch und die gemeinsame Arbeit mit anderen Organisationen.
Politische Bündnisse und Koalitionen jedweder Art setzen jedoch einen progressiv-antikapitalistischen Charakter jedes möglichen Partners voraus.
DIE LINKE. SDS verspricht nicht mehr und nicht weniger als den steten Kampf für diese Ziele und fordert alle klassenbewussten Kommilitoninnen und Kommilitonen zur Mitarbeit auf.
Viva la Revolución!
